steuerdelikt.de

Expertenwissen Steuerstrafrecht.

 

Besteuerungsverfahren und Steuerstrafrecht

Hinterziehungszinsen (§ 235 AO) und Nachzahlungszinsen (§ 233a AO)

Bei Steuerhinterziehung und Selbstanzeige sind nicht nur die hinterzogenen Steuern (nach)zuzahlen, sondern auch Zinsen zu entrichten. Seit den am 01.01.2015 in Kraft getretenen Gesetzesänderungen ist es zudem eine zwingende Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Selbstanzeige und damit der Straffreiheit, dass auch die festgesetzten Zinsen innerhalb einer Frist gezahlt werden. Im Einzelfall kann dies zu hohen Nachzahlungen führen, die bei einer Selbstanzeige unbedingt einkalkuliert werden sollten. Zu unterscheiden sind Hinterziehungszinsen gem. § 235 AO und Nachzahlungszinsen gem. § 233a AO.

Festsetzungsverjährung bei Steuerhinterziehung

Die Festsetzungsverjährung regelt die Verjährung der Steuerzahlung. Bei der Steuerfestsetzung geht es um die Frage, wie lange das Finanzamt noch Steuer(nach)zahlungen fordern kann. Die Festsetzungsverjährung beträgt bei einer Steuerhinterziehung regelmäßig zehn Jahre. Durch eine speziell geregelte Anlaufhemmung kann sich die Verjährungsfrist in besonderen Fällen weiter verlängern. Die Festsetzungsverjährung ist von der Strafverfolgungsverjährung als weiterer Art der Verjährung bei Steuerhinterziehung zu unterscheiden.

Das Besteuerungsverfahren

Besteuerungsverfahren

...