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Steuerstrafrecht.

 

Das Steuerstrafrecht

Steuerstrafrecht

Durch das Steuerstrafrecht werden bestimmten Zuwiderhandlung gegen Steuergesetze aller Art sanktioniert. Abhängig von Art und Umfang des Verstoßes kann zwischen ("leichteren") Steuerordnungswidrigkeiten und ("schwereren") Steuerstraftaten unterschieden werden. Dabei werden unterschiedlich abgestufte Sanktionen (Bußgelder, Geldstrafen und Freiheitsstrafen) festgelegt. Die zentralen steuerstrafrechtlichen Normen sind als Blankettnormen ausgestaltet. Deshalb müssen regelmäßig weitere Steuergesetze berücksichtigt werden. Das Steuerstrafrecht kombiniert insoweit Regelungen des Straf- und des Steuerrechts

Steuerstraftaten

Steuerstraftaten sind u.a. in den §§ 369 ff. der Abgabenordnung (AO) geregelt. Das Gesetz definiert den Begriff der Steuerstraftat in § 369 AO. Demnach sind Steuerstraftaten insbesondere alle Taten die nach den Steuergesetzen strafbar sind.

Die Steuerhinterziehung

Steuerhinterziehung

Bei der Steuerhinterziehung handelt es sich um eine in der Abgabenordnung (AO) geregelte Steuerstraftat. Sie kann von jedem Steuerpflichtigen und von Dritten (z.B. Angehörige, Mitarbeiter, Steuerberater etc.) begangen werden. Die Voraussetzungen sind oft schnell erfüllt. Als Sanktionen kommen Geld- oder Freiheitsstrafen bis zu zehn Jahren in Betracht. Durch richtige und rechtzeitige Reaktionen können die negativen Konsequenzen oftmals vermieden oder zumindest deutlich reduziert werden.

Checkliste Steuerhinterziehung

Checkliste Selbstanzeige

Die Steuerhinterziehung ist von einigen, wenigen Voraussetzungen abhängig, welche nachfolgend dargestellt werden. Soweit mindestens einer der genannten Punkte nicht gegeben ist, liegt eine strafbare Steuerhinterziehung nicht vor. Es erfolgt keine Bestrafung und ein steuerstrafrechtliches Ermittlungsverfahren muss eingestellt werden.

Voraussetzungen Steuerhinterziehung

Voraussetzungen Steuerhinterziehung

Voraussetzung einer Steuerhinterziehung nach § 370 der Abgabenordnung (AO) sind falsche, unvollständige oder unterlassene Angaben in Steuersachen. Diese müssen dazu führen, dass Steuern verkürzt oder nicht gerechtfertigte Steuervorteile erlangt werden. Außerdem muss der Betroffene vorsätzlich gehandelt haben. Zu beachten ist, dass bereits eine verspätete Steuerzahlung einen derartigen Steuervorteil darstellen kann. Insoweit sind die Voraussetzungen einer Steuerhinterziehung schnell erfüllt.