Beim internen Betriebsvergleich handelt es sich um eine Methode der Verprobung, mit der u.a. Steuerdelikte aufgedeckt werden können. Der interne Betriebsvergleich bezieht sich auf das konkrete Unternehmen. Das Finanzamt vergleicht dabei die ihm vorliegenden Informationen (z.B. aus den Vorjahren) mit dem konkret zu beurteilenden Sachverhalt. Bei Widersprüchen kann der Verdacht auf Schwarzgeld auftreten.

Der interne Betriebsvergleich ist von der Rechtsprechung zur Entkräftung der Beweiskraft der Buchführung i.S.d. § 158 Abgabenordnung (AO) anerkannt. Die Rechtsprechung fordert hierbei gewisse Toleranzgrenzen. So sollen Abweichungen zum ausgewiesenen Umsatz von 1,5 % und 2,7 % noch für zulässig angesehen werden. Abweichungen in dieser Höhe sollen die Beweiskraft der Buchführung nicht erschüttern. Bei Abweichungen von 3 % zum ausgewiesenen Umsatz soll die Beweiskraft der Buchführung im Sinne des § 158 AO erschüttert sein, soweit der interne Betriebsvergleich ordnungsgemäß durchgeführt wurde (vgl. BFH, BStBL 64, 381). Die Steuerfahndung kann insoweit ggf. Schwarzgeld entdecken

Beispiel: Liegt der Kassenbestand zum Ende des Jahres 01 bei 10.000 EUR und hat der Unternehmer im Jahr 01 einen Verlust von 50.000 EUR gemacht, so wird ein Betriebsprüfer bei der Betriebsprüfung des Jahres 02 mit ebenfalls einem Verlust von 50.000 EUR, zugleich jedoch einem Kassenbestand zum Jahresende 02 von 30.000 EUR danach fragen, woher diese Gelder kommen.

Besondere Formen des internen/inneren Betriebsvergleichs sind: