Das Bendford´sche Gesetz wird bei der Verprobung zur Entdeckung von Schwarzgeld bzw. Ermittlung von Steuerdelikten eingesetzt. Nach dem Benford´schen Gesetz ist im Grundsatz davon auszugehen, dass einzelne Ziffern in der Buchhaltung in einer bestimmten Häufigkeit auftreten. Von dieser statistisch typischen Verteilung wird bei Manipulationen in der Buchführung regelmäßig abgewichen. Es kann also nach dem Benford´schen Gesetz bei einer Abweichung der tatsächlichen von der statistischen Verteilung auf eine Manipulation der Buchhaltung geschlossen werden.

Kurz zusammengefasst besagt das Bendfordsche Gesetz: "Je niedriger der zahlenmäßige Wert einer Ziffernsequenz bestimmter Länge an einer bestimmten Stelle einer Zahl ist, umso wahrscheinlicher ist ihr Auftreten. Für die Anfangsziffern in Zahlen des Zehnersystems gilt zum Beispiel: Zahlen mit der Anfangsziffer 1 treten etwa 6,5-mal so häufig auf wie solche mit der Anfangsziffer 9." (http://de.wikipedia.org/wiki/Benfordsches_Gesetz)

Nach dem Bendford´schen Gesetz treten die führenden Ziffern mit folgenden Wahrscheinlichkeiten auf:

Ziffer  Wahrscheinlichkeit
1 30,1 %
2 17,6 %
3 12,5 %
4 9,7 %
5 7,9 %
6 6,7 %
7 5,8 %
8 5,1 %
9 4,6 %

 

Das Benford'sche Gesetz weist Ähnlichkeiten zum Chi-Quadrat-Test auf. Es stellt eine Verprobungsmethode des internen Betriebsvergleichs dar. Das Benford´sche Gesetz  kann mittels der von den Betriebsprüfern und der Steuerfahndung eingesetzten Software automatisch ausgewertet werden. Ergeben sich Auffälligkeiten, wird die Steuerfahndung die weiteren Einzelheiten des Sachverhalts genauer untersuchen. Insbesondere die entsprechenden Belege werden ausführlich analysiert.