Der externe Betriebsvergleich (auch äußerer Betriebsvergleich oder Richtsatzverprobung) ist eine Verprobungsmethode der Betriebsprüfung und Steuerfahndung. Beim externen Betriebsvergleich werden verschiedene Kennzahlen des konkreten Unternehmens mit Durchschnittszahlen der Branche verglichen. Abweichungen werden in einem gewissen Umfang akzeptiert. Bei auffälligen Unterschieden kann sich jedoch ein Verdacht auf den Einsatz von Schwarzgeld bzw. eine strafbare Steuerhinterziehung ergeben.

 Mit dem externen Betriebsvergleich kann die Beweiskraft der Buchführung (§ 158 Abgabenordnung) angegriffen werden. Allerdings handelt es sich beim externen Betriebsvergleich um eine sehr grobe Methode der Verprobung. Die Beweiskraft der Buchführung kann nur bei Abweichungen in einem erheblichen Umfang und/oder bei Abweichungen, die vom Steuerpflichtigen nicht näher erläutert werden können, angenommen werden.

In der Praxis verwendet die Finanzverwaltung eine sogenannte Richtsatzsammlung. Darin sind branchenbezogene Vergleichswerte aufgeführt, die dem externen Betriebsvergleich zugrunde gelegt werden können. Bei der Anwendung der Richtsatzsammlung muss die Vergleichbarkeit für jeden Einzelfall geprüft werden. Hier können sich teilweise erhebliche Abweichungen zwischen den einzelnen Branchen ergeben.