Mit der Akteneinsicht beginnt die Vorbereitung der individuellen Verteidigung gegen den Vorwurf einer Steuerstraftat. Die Akteneinsicht ermöglicht genaue Kenntnisse über den aktuellen Verfahrensstand des Steuerstrafverfahrens. Sie ermöglicht außerdem Kenntnisse darüber, was die Steuerfahndung über den Fall genau weiß. Aufbauend auf den aus der Akteneinsicht resultierenden Kenntnissen kann dann eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickelt werden. Vor Durchführung der Akteneinsicht sollten Äußerungen und Stellungnahmen des Betroffenen gegenüber der Steuerfahndung in jedem Fall unterbleiben sollte!

Nach Durchführung der Akteneinsicht sollte der Betroffene gemeinsam mit seinem Anwalt eine individuelle Verteidigungsstrategie entwickeln und umsetzen. Welche genauen Maßnahmen sinnvoll sind, hängen vom jeweiligen Einzelfall ab. Es kann sowohl sinnvoll sein, jegliche Einlassung zur Sache dauerhaft zu verweigern und vom Aussageverweigerungsrecht Gebrauch zu machen. Alternativ gibt es im anderen Extrem die Möglichkeit umfassende Aussagen zur Sache zu machen, alle Erkenntnisse gegenüber der Steuerfahndung offen zulegen und an der weiteren Ermittlung des Finanzamtes mitzuwirken.