Steuerfahndung

Die Steuerfahndung ist u.a. für die Erforschung von Steuerstraftaten und Steuerordnungswidrigkeiten zuständig. Hierzu ist sie mit weitreichenden Kompetenzen ausgestattet. Die Steuerfahnder sind gut ausgebildete Experten, die vor allem auch bei der Kommunikation ihren Gesprächspartnern wichtige (und für den Betroffenen häufig nachteilige) Informationen entlocken können. Deshalb ist bei Kontakten zur Steuerfahndung größtmögliche Zurückhaltung und Professionalität angebracht, um als Betroffener alle Chancen im Verfahren zu wahren. Betroffene sollten vor allem (zumindest vorübergehend) keine Angaben zur Sache machen und diszipliniert schweigen! 

Ermittlungsmethoden der Steuerfahnder

Methoden SteuerfahndungSteuerfahnder können auf eine Vielzahl von Ermittlungsmethoden zurück greifen, um bisher unbekannte Steuerquellen aufzudecken. Hierzu gehören etwa die Durchsuchung, Beschlagnahme und Vernehmungen (s.u.). Weitere Ermittlungsmethoden betreffen etwa (anonyme) Anzeigen, eigene Mitteilungen des Betroffenen, der (behördliche) Informationsaustausch und verschiedene Verprobungsmethoden. Insgesamt arbeiten Steuerfahnder hochspezialisiert und sehr effizient. 

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Was tun bei Steuerfahndung? 

Tipp


Experten-Tipp: Zur Sicherung einer bestmöglichen Ausgangsposition in einem Steuerstrafverfahren gilt zunächst:

  1. Keinerlei Angaben zur Sache machen, konsequent schweigen!
  2. Anwalt anrufen. Uns erreichen Sie z.B. unter +49 30 39885386 0.
  3. Keine Unterlagen/Daten vernichten.

Mit diesem Verhalten ist für den Betroffenen kein Nachteil verbunden! Zum einen ergibt sich dies bereits unmittelbar aus dem Gesetz. Zum anderen können Aussagen im weiteren Verfahren jederzeit nachgereicht werden. Die (vorübergehende) Aussageverweigerung schadet somit nicht. 

Daneben sollte man als von Steuerfahndnungsmaßnahmen Betroffener die einzelnen Ermittlungsmethoden und damit die eventuell verbundenen Fehlerquellen kennen sowie angemessen und professionell darauf reagieren. Optimal ist es, der Steuerfahndung auf Augenhöhe zu begegnen.

Durchsuchungen

Durchsuchung SteuerfahndungDie Durchsuchung ist eine in Steuerstrafverfahren häufig eingesetzte Ermittlungsmethode. Falls die Steuerfahnder zur Durchsuchung erscheinen, gilt es, ruhig und freundlich zu bleiben und ansonsten zur Sache vollständig zu schweigen. Gerade an dieser Stelle werden durch Aussagen zur Sache nicht wiedergutzumachende Fehler begangen. Deshalb nochmals: unbedingt und ausnahmslos schweigen!

Auf keinen Fall sollte gewaltsam Widerstand gegen die Steuerfahnder geleistet werden. Dies ist strafbar. Im Extremfall kann es auch zu einer Verhaftung kommen. Auch Versuche, noch schnell Unterlagen zu vernichten oder Daten zu löschen sind nicht zu empfehlen. Entdeckt der Steuerfahnder derartige Aktivitäten, kann es zur Untersuchungshaft wegen Verdunklungsgefahr kommen.

Weitere Einzelheiten und Verhaltenstipps zur Durchsuchung...

Beschlagnahmen

Beschlagnahme SteuerfahndungWerden bei einer Durchsuchung Gegenstände aufgefunden, die als Beweise für das Strafverfahren relevant sein können, so werden diese regelmäßig beschlagnahmt. Für steuerstrafrechtliche Sachverhalte sind insbesondere Dokumente wie Konto- und Depotauszüge, Erträgnisaufstellungen, Ein- und Ausgangsrechnungen, Verträge etc. von Bedeutung.

Sollte die Fahnder Gegenstände "mitnehmen" wollen, so sollten die Betroffenen vor allem beachten, dass eine förmliche Beschlagnahme erfolgt und dass die zu beschlagnahmenden Gegenstände ordnungsgemäß protokolliert werden. 

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Vernehmungen

Vernehmung SteuerfahndungSteuerfahnder können bei Bedarf Zeugen und auch den Beschuldigten selbst vernehmen. Je nach Stellung der zu vernehmenden Person sind dabei unterschiedliche Zeugnis- und Ausageverweigerungsrechte zu beachten. Auch besteht regelmäßig die Möglichkeit, einen Anwalt zur Vernehmung hinzuzuziehen.

Die Vernehmung erfolgt in vielen Fällen nach gesonderter Aufforderung und Ladung bzw. Terminvereinbarung mit dem Zeugen oder Beschuldigten. Allerdings besteht auch die Möglichkeit spontaner Vernehmungen, z.B. während einer Durchsuchung. Derartige spontane Vernehmungen können wegen des damit verbundenen Überraschungseffekts für den Betroffenen besonders problematisch sein. Auch insoweit gilt der o.g. Grundsatz: ohne vorherige anwaltliche Beratung sollten keine Angaben zur Sache gemacht werden.

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Mit Steuerfahndung auf Augenhöhe

Anwalt Steuerfahndung Berlin

Die Steuerfahndung wird für den Betroffenen häufig überraschend aktiv. Regelmäßig sind dann schnelle und professionelle Reaktionen erforderlich, die von einem Anwalt koordiniert werden sollten. Falls sich die Steuerfahndung bei Ihnen meldet, unterstützt Sie ein Anwalt aus unserem Expertenteam kurzfristig, bei Bedarf auch sofort. Der Anwalt nimmt z.B. an Durchsuchungen teil, überprüft Beschlagnahmemaßnahmen und betreut Sie bei Vernehmungen durch die Steuerfahndung. Mit der Begleitung des Steuerstrafverfahrens durch einen Anwalt und Fachanwalt für Steuerrecht stellen Sie sicher, dass Sie mit der Steuerfahndung auf Augenhöhe agieren.